Informationen
zum EHEC-Erreger
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
die EHEC-Epidemie hält uns alle in Atem und leider sind auch einige Fälle aus dem Ruhrgebiet bekannt. Eine der wichtigsten Maßnahmen ist die umgehende Diagnose zur Vermeidung weiterer Ausbreitung der Erreger und Verhinderung von Folgeschäden. Daher haben wir neben der klassischen mikrobiologischen (kulturellen) Methode (Dauer der Erreger-Anzucht und Differenzierung: länger als 2 Tage) den Direktnachweis mittels PCR in unserem Labor etabliert.
Der Nachweis erfolgt mittels realtime-PCR. Mit diesem Verfahren kann man alle enterohämorrhagischen E. coli (EHEC), die das stx1- bzw. das stx2-Toxin-Gen (aktueller EHEC-Stamm: HUSEC041 (O104:H4) ST678, stx2 Toxin-Gen) tragen, nachweisen. Bei dem aktuellen EHEC-Stamm handelt es sich um einen sog. Hybrid-Klon, der die Eigenschaften zweier Stämme vereint. Wie Untersuchungen gezeigt haben, weist der neue Stamm eine höhere Antibiotikaresistenz und einen aggressiveren Krankheitsverlauf (stärkere Schädigung der Niere) auf.
Der Nachweis erfolgt entweder direkt aus Stuhlproben oder aus Kulturmaterial. Das Ergebnis (direkter Nachweis aus Stuhlproben) liegt innerhalb eines Tages vor, wenn wir die Proben im Laufe des Vormittags erhalten.
Da es sich bei EHEC um meldepflichtige Erreger handelt, kann die Ausnahmekennziffer 32006 angegeben werden.
Mit herzlichen kollegialen Grüßen
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Elke Leemhuis
Diplom-Humanbiologin Leitung Abteilung Molekulargenetik |
Dr. Rosi Gjavotchanoff
ärztliche
Leiterin und Geschäftsführerin |
Dr. Olav Hagemann
ärztlicher
Leiter und Geschäftsführer |
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